Sicheres Updaten mit der Distribution KDE-Neon

Normalerweise propagieren viele Linuxdistributionen mittlerweile das Updaten aus der grafischen Desktop heraus zB. mit einen Tool das die zu aktuaisierenden Pakete überprüft. Sind ggf. Pakete zu aktualisieren gibt es einen Hinweis und Aufruf des entsprechenden Tools zur Paketverwaltung. Nach wie vor ist für mich das Aktualisieren des System, vor allem wenn Programme des grafischen Desktops betroffen sind, auf der Kommandozeile die sichere und problemlosere Variante.

Ich möchte hier am Beispiel von KDE Neon zeigen wie man das durchführt. Das Prozedere ist auch für alle APT-basierten Distributionen mit systemd übertragbar.

Neustart des Systems in den Multi-User-Target

Ein temporäres Umschalten des Standardtargets vom graphical.target in den multi-user.target im Grub ermöglicht das Booten in die Textkonsole ohne grafische Oberfläche. Dazu beim Standardeintarg des Grub Bootmanagers die Taste “e” drücken, danach die Zeile suchen die mit “linux” beginnt. Am Ende dieser Zeile fügt temporär folgendes hinzu:

systemd.unit=multi-user.target

Die Tasenkombi STRG-X speichert dies ab und beginnt sofort mit Bootvorgang in den Multi-User-Target (früher Init 3). Nachdem das System korrekt hochgefahren ist, am Loginprompt als Root anmelden.

Systemaktualisierung starten

Das Updaten des Systems erfolgt mithilfe des apt-get-Kommandos. Zuerst wird die Paketdatenbank aktualisiert damit ein Soll-Ist-Vergleich möglich wird.

apt-get update

Jetzt startet man den eigentlichen systemweiten Update, d.h. alle Pakete die in einer aktuelleren Fassung als lokal am System vorliegen werden upgedatet.

apt-get dist-upgrade

Der Einfachheit halber kann man das auch in eine Zeile packen.

apt-get update && apt-get dist-upgrade

Wieder zum Normalbetrieb zurück kehren

Wenn alles fehlerfrei aktualisiert worden ist kann ein Reboot oder ein direktes durchstarten in den grafischen Desktop erfolgen.

reboot

…oder

systemctl isolate graphical.target

Übrigens die Änderung im Menü des Bootmanagers Grub ist beim nächsten Start des Sytems wieder auf den konfigurierten Standard.