Warum die Linux Distribution Neon ein fortschrittliches Konzept anbietet

Die Linuxdistribution Neon, die sich auschließlich auf den KDE-Desktop beschränkt, hat meiner Meinung ein sehr nutzerfreundliches Konzept auf die Beine gestellt. Mir ist keine Distribution bekannt die das so konsquent verwirklicht hat.

Ziele von Neon

Die Ziele von Neon sind ganz klar eine zügige Versorgung von aktuellen Paketen für den KDE-Desktop und trotzdem eine stabilen Systemunterbau anzubieten. Bisher konnte der Anwender nur wählen zwischen Rolling-Release- und Release-Distributionen.

Bei Distributionen die nach dem Rolling-Release Modell arbeiten stehen die aktuellsten Pakete (System und Anwendungen) laufend zur Verfügung. Bei Distros die nach dem Release-Modell arbeiten ändern sich für den Zeitraum des Releasezyklusses die Paketversionen nicht (außer bei Sicherheitsupdates), sind also stabil aber nach kurzer Zeit veraltetet.

KDE Neon hat die beiden Varianten zusammengebracht und etwas Optimales daraus entwickelt. Zudem sind keine weiteren Pakete (wie z.B. Office-Suiten) auf dem angebotenen Installationsmedium vorhanden, also ein schlankes und performantes System das man nach Belieben mit den Applikationen und Tools seiner Wahl aus dem Ubuntu-Repository bestücken kann.

Zwei Hauptzweige die die User mit aktuellen Paketen versorgen

Zu einem gibt es die User Edition, bei denen KDE-Plasma, KDE-Applications und andere Anwendungen KDE-Anwendungen, die nicht zu den ersteren Gruppe gehören, immer in der aktuellsten Version im Repository vorliegen.

Zum zweiten, die User LTS Edition bei dem KDE-Plasma in der Long-Term-Support (LTS) vorliegt. Das heißt es werden nur fehlerbereinigte Versionen der entsprechenden Pakete ins Repository eingepflegt. Die Majorversion von Plasma bleibt für die Zeit LTS-Supportzeitraumes von 18 Monaten immer gleich (z.Zt. Version 5.8). KDE-Applications und andere Anwendungen KDE-Anwendungen sind wie bei der User Edition jeweils in der aktuellsten Version verfügbar.

Daneben gibt es noch zwei Entwicklerzweige bei Neon Developer Edition Git-Unstable und Developer Edition Git-Stable.

Gemeinsamkeiten aller Zweige

Basis aller Zweige des Neon-Projektes ist die LTS-Version von Ubuntu, derzeit 16.04 Xenial Xerus. Damit ist der Systemunterbau auf einer stabilen und langzeitunterstützen Version von Ubuntu aufgebaut.

Fazit

Bei Neon hat man eine stabile Systembasis und muss sich letztendlich nur zwischen der den beiden Varianten entschließen. Die konservativen User wählen die User LTS Edition, die anderen möchten sich an aktuellsten Paketen erfreuen und können die User Edition installieren. Beide bieten einen soliden Unterbau mit dem sich an einem produktiven System ohne Probleme arbeiten lässt.